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Geschichte


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Geschichte und Entwicklung

Geschichte

Die Ursprünge des Wintergartens gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damals diente er ausschließlich als Gewächshaus. Der ebenfalls gebräuchliche Name „Pomeranzenhaus“ wies auf die Aufzucht von Pomeranzen hin, den Vorgängern der heutigen Orangen. Später, im 17. Jahrhundert, wurde aus der klassischen Orangerie das Glashaus - ein Gewächshaus zur Aufzucht von Pflanzen.

Diese überdachten botanischen Gärten grenzten in der Regel an ein Gesellschaftszimmer des Hauses, wie etwa das Herrenzimmer oder die Bibliothek. Die Gewächshäuser wurden immer weiter verbessert und erreichten einen für ihre Zeit beachtlichen technischen Stand an Lüftungstechnik, Ausnutzung der Sonne und Gebäudeform. Die Orangerie wurde in seiner Anlage großzügiger gestaltet. Wege und Plätze zum verweilen entstanden. Die Grundlage zum späteren Wohnwintergarten war gelegt.

Durch Änderungen der Herstellungsverfahren bei der Flachglasproduktion wurde das Glas erheblich günstiger. Seitdem ist der Wintergarten auch für den „normalen Bürger“ erschwinglich geworden. Zunächst wurde das Design funktioneller. Aus dem viktorianischem Stil mit kleinen Glasflächen, Rundbögen und dekorativen Stilelementen entstand der Wintergarten, wie er heute üblicherweise gebaut wird.

Energiesparende Innovationen

In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Technik viel verändert. Motoren dieser Entwicklung sind unter anderem die Ölkrise der 70er Jahre und das gesteigerte Umweltbewusstsein des Verbrauchers. Nicht zuletzt haben die Wärmeschutzverordnung und die Energieeinsparverordnung (EnEv) die Aktivitäten aller am Herstellungsprozess Beteiligten zu weiteren energieeinsparenden Innovationen gezwungen.

In heutigen Verkaufsunterlagen sind neben den emotionalen Argumenten für den Kauf eines Wintergartens die technischen Argumente gleichberechtigt nach vorne gerückt. Der Nutzer möchte mehr wissen über Isothermenverlauf, Uf und Uw –Werte, über Lüftung und Beschattung sowie über g-Werte von Gläsern. Er will sogar teilweise Prüfzeugnisse von unabhängigen Instituten einsehen und sich über die Vorzüge der verschiedenen Werkstoffe beim Wintergartenbau informieren.

Wirkung von Werkstoffen

Innen Holz - Aussen Aluminium

Innen Holz - Aussen Aluminium

Aluminium genießt heute beim modernen Wintergartenbau oberste Priorität. Aber auch Holz und gerade in letzter Zeit die Werkstoffkombination Holz/Aluminium sind zunehmend gefragt. Der Kunststoffwintergarten ist dagegen nur im niedrigen Preissegment vertreten. Im Individualbau ist auch Stahl wegen seiner Gestaltungsvielfalt und hohen Tragkraft verbreitet. Zunehmend gibt es aber auch innovative Lösungen für den technisch versierten Bauherren, wie z. B. seilverspannte Aluminiumtragkonstruktionen mit Stahloptik. Diese designbetonten Konstruktionen machen den Kraftfluss im System für den Betrachter transparent. Sichtbare Verbindungselemente wie Schrauben und Bolzen untermauern diesen Eindruck zusätzlich.

Wärmeschutz im Trend

Der Trend nach verbesserter Wärmedämmung, der sich in den letzten Jahren schon abzeichnete, setzt sich ungebrochen fort. Der alte k-Wert wird jetzt durch den Uf-Wert ersetzt. Die Werte werden durch die stetige Verbesserung der Profilsysteme ständig optimiert. Komplexe Berechnungsprogrammen ergeben mittlerweile beim Aluminiumwintergarten Uf-Werte von 1,3 oder gar 1,2 W/m²K für die Profile. Dies wird durch Reduktion der Konvektionsräume und die Vergrößerung der Isolatoren möglich. Wichtig ist hierbei jedoch, dass das im Falzgrund anfallende Kondensat ungehindert und sicher abgeführt wird. Das heißt, die wasserführenden inneren Dichtungen müssen ohne hinderliche Fahnen und Stege ausgeführt werden. Die Entwässerung sollte folglich konsequent kaskadenförmig aufgebaut sein.

Aufschwung in der Profil- und Glastechnologie

Den Entwicklungen in der Profiltechnologie entsprechen die Fortschritte in der Glastechnik. Das gilt sowohl für den Wärmeschutz, z. B. durch die Einführung von Abstandhaltern mit verbessertem Uf-Wert, als auch für die Funktion der Gläser, wie etwa verbesserte Möglichkeiten des Schall- oder Sonnenschutzes. Inzwischen fordert der Markt Gläser, die selbstreinigend sind und somit den Komfort erhöhen.
Erste Schritte in diese Richtung sind bereits durch sogenannte ClearChild oder
AntiDrop Beschichtungen gemacht worden. Das sind Beschichtungen, die auch nachträglich (handwerklich) aufgebracht werden können, ähnlich wie bei einer Politur für das Auto. Die Haltbarkeit ist jedoch bislang - je nach Hersteller unterschiedlich - auf ein bis drei Jahre begrenzt.

Seit ein paar Monaten ist ein neues selbstreinigendes Glasprodukt auf dem Markt: das Aktiv Plus Glas. Die Erwartungen an dieses Produkt sind entsprechend hoch. Das Verfahren scheint ausgereift zu sein, obwohl das Handling der Scheiben noch gewöhnungsbedürftig ist. Jeglicher Kontakt mit Silikonen und silikonisierten Dichtungen ist dabei unbedingt zu vermeiden, da sonst die Beschichtung in den Kontaktbereichen unwirksam wird. Das bedeutet für den Anwender, dass besondere Handschuhe getragen werden müssen. Außerdem dürfen die Glassauger nicht aus Silikon sein. Auf der Außenseite sind ferner besondere Dichtungen erforderlich. Auch die Abdichtungsarbeiten an den Dachscheiben dürfen nicht mit Silikon gemacht werden. Allen verarbeitungstechnischen Einwänden der Wintergartenhersteller zum Trotz bestimmt der Kunde den Markt. Da dieses Produkt zunehmend gefordert wird, werden sich die Hersteller entsprechende Innovationen einfallen lassen müssen.

Wunsch nach großen Öffnungen

Besonders bei den Unterbauelementen setzen sich hochwertige Bauelemente wie Falt-Schiebefenster oder Hebe-Schiebetüren durch. Die Kunden wollen große Öffnungen, die sich mit wenigen Handgriffen bequem öffnen und wieder schließen lassen.

Moderne Wintergartenprofile haben Elementanschläge, welche die Montage erleichtern und zusätzlich auch Bautoleranzen aufnehmen. Eine Höhenverstellung der Stützfüße erleichtert die Montage ungemein.

Zubehör als Systemlösung

Auch im Bereich des Funktionszubehörs sind aktuelle Trends deutlich zu erkennen. Immer mehr Systemgeber bevorzugen eine Lösung, welche die Integration sämtlicher Systeme berücksichtigt. Ein Beispiel hierfür sind integrierte Beleuchtungssysteme mit Niedervolthalogenstrahlern in speziell dafür entwickelten Profilen, die neben den Strahlern zugleich auch die Trafos aufnehmen und für den Verarbeiter steckerfertige Komponenten liefern.

Beschattung und Belüftung

Gleichermaßen gewinnt das Thema Beschattung immer mehr an Bedeutung. Inzwischen ist es hinreichend bekannt, dass ein Wintergarten ohne sorgfältig geplante Beschattung und Belüftung nicht funktioniert. So ist die auf das Dachsystem abgestimmte Innenbeschattung mit Motorantrieb mittlerweile genauso selbstverständlich wie eine Außenbeschattung, die auch abgewalmte Flächen beschatten kann. Bei der Belüftung geht der Trend weiter in Richtung motorische Abluftgeräte. Sie haben eine kontrollierte dosierbare Abluftmenge und stören nicht bei der Anbringung der Außenbeschattung. Im Gegensatz zum Dachflächenfenster bieten sie Einbrechern keine Einstiegsmöglichkeit. Die Abluftgeräte wurden so weiterentwickelt, dass sämtliche Komponenten ohne Ausbau des Paneels gewartet und repariert werden können. Geregelt werden diese Komponenten über moderne Steuerungen, die auch von Design und Baugröße gut in den Wohnwintergarten passen.

Für und wider Fotovoltanik

Ein weiterer aktueller und zu beachtender Trend liegt in der Integration der Fotovoltaik in Wintergartenkonstruktionen. Sogenannte Solarzellen werden mittlerweile von vielen Glaslieferanten als Zubehör angeboten. Es klingt verlockend, mit Hilfe der Fotovoltaik seinen eigenen Strom zu produzieren. Und dabei gleichzeitig noch etwas für die Umwelt zu tun. Es ist sogar eine Vergütung gesetzlich festgeschrieben.

Doch zuvor muss sich der Wintergartennutzer darüber im Klaren sein, dass die Solarzellen die Durchsicht stark beeinträchtigen. Er wird auf den ungehinderten Blick auf die Wolken verzichten müssen. Fällt außerdem ein Schatten auf eine Solarzelle, so bricht die Leistung des gesamten Paneels zusammen, obwohl die anderen Zellen noch in der Sonne liegen. Einige Hersteller legen ihre Module deshalb mit zwei voneinander unabhängigen Stromkreisen an. So bleibt eins bei einer Abschattung eines Teiles noch voll leistungsfähig. Ganz neu und noch sehr selten anzutreffen sind Module, die beim Ausfall einzelner Zellen diese überbrücken und so die Leistungsfähigkeit des Paneels erhalten. Das wird mit Hilfe von „Bypass-Dioden“ möglich. Erst wenn diese Technik jedoch Serienstand erreicht hat, kann an einen großflächigen Einsatz nachgedacht werden. Denn häufig fällt je irgendein Schatten auf den Wintergarten, sei es von einem Baum, dem Haus oder von Bauteilen des Wintergartens selbst.

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